Unser Dorfverein


Zur Geschichte
Die Anregung von Helmut Klöckner im Jahre 1996 einen Dorfverein zu gründen, stieß bei vielen BürgerInnen in Rederscheid auf Resonanz. Nach einigen vorbereitenden Arbeiten wurde am 02.09.1996 in einer Marathonsitzung, die bis weit nach Mitternacht andauerte, von 46 BürgerInnen die Satzung des Vereins in mühevollem Prozess formuliert. Davon unterzeichneten 34 diese Satzung und gelten daher heute als die Gründungsmitglieder des Dorfvereins. Daran anschließend wurde der siebenköpfige Vorstand für die nächsten drei Jahre gewählt. Dem Gründungsvorstand gehörten Jürgen Heinemann (1. Vorsitzender), Heike Egler (2. Vorsitzende), Fred Griebel (Kassenwart), Dr. Roland Kohler (Schriftführer), Karsten Klöckner (Beisitzer), Michael Strack (Beisitzer) und Marita Rechmann (Beisitzerin) an. Der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte am 28.01.1997.

In Rederscheid gab es bis dahin noch keinen eingetragenen Verein, außer einem Fußballverein der Ende der 20er bis Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts bestand.

Private Gruppierungen organisierten mit viel Eigeninitiative jedes Jahr ein Maifest. Viele Jahre schloss sich diesem Ereignis ein Kindersommerfest an, von den jüngeren Frauen des Dorfes ausgerichtet. Von dem Erlös dieser Feste wurden die ersten Spielgeräte auf dem Spiel- und Dorfplatz angeschafft. Mit viel Eigenarbeit engagierter Familien wurde die damalige Hütte auf dem Dorfplatz errichtet. Eine bis 2001 jeweils durch eine Familie geführte Sterbekasse, ist mittlerweile in die Verwaltung des Dorfvereins übergegangen. Goldhochzeiten im Dorf werden meist groß und gebührend gefeiert. Der Polterabend wird mit der ganzen Dorfgemeinschaft, meist auf dem Grundstück des Jubelpaares feierlich und ausgiebig begangen. Man sieht, die Rederscheider feiern gerne.


Aktivitäten des Dorfvereins
Gleich zu Beginn seiner Aktivität nahm der Dorfverein eine seit sehr langer Zeit ruhende Tradition wieder auf - den Martinszug. Schon am 11.11.1996 startete der „Erste Rederscheider St. Martinszug“ unter Beteiligung fast aller Kinder des Dorfes mit ihren Eltern und vielen anderen Dorfbewohnern. Aufstellung am Grünen Ring mit Feuerwehr als Begleitschutz, voran hoch zu Ross St. Martin im roten Mantel. Der Laternenzug führte an festlich beleuchteten Häusern und Gärten über die „Rederscheider Straße“ zum „Buchenbüsch“ und von dort über „Hinter dem Weiher“ zum Dorfplatz, wo bereits das riesige Martinsfeuer lichterloh brannte. Damit alle unterwegs mitsingen konnten, waren Liedblätter mit Noten verteilt worden. St. Martin im roten Mantel auf stolzem Pferd begrüßte die Rederscheider. Er nahm symbolisch die wohltätige Handlung vor und übergab die Hälfte seines Mantels an den dankbaren armen Mann.

Anschließend erhielten die Kinder aus der Hand St. Martins die Weckmänner. Auch heißer Kakao stand für sie bereit. Die Erwachsenen wärmten sich an heißem Glühwein. Die Freude über die Wiedergeburt der Tradition war bei allen groß und so erfreut sich der St. Martinszug bis heute einer sehr großen Beliebtheit.

Die Rederscheider halten sehr viel von festlichen Beleuchtungen und Lichterschmuck. Deshalb wird vom Dorfverein jedes Jahr im Dezember ein Baum auf dem Dorfplatz mit Lichtern geschmückt.

Das Maifest ist ein weiterer Höhepunkt im Dorfleben. Unvergesslich sind allen Beteiligten – und dies sind nicht wenige - die Maibaumfällaktionen. Wir sind dem Förster und der Gemeinde Unkel sehr dankbar für diese großzügige Geste. Der gewagte Transport des Maibaumes zum Dorfplatz mit allerlei genialen technischen Hilfsmitteln Marke Eigenbau ist jedes Mal ein Abenteuer besonderer Art. Nicht immer lassen uns die Schweifelder ohne Wegezoll passieren, der z.B. in einem Kasten Bier bestehen kann. Auch das Aufrichten des Maibaumes ist nicht gefahrlos und nur unter Einsatz sämtlicher ideenreicher Kräfte erfolgreich. Und so können wir jedes Mal die glücklich bestandenen Vorbereitungen in vollen Zügen in einem ausgelassenen Maifest feiern. Die BesucherInnen kommen nicht nur aus dem Dorf, sondern sie bringen ihre Freunde und Bekannten mit. Eine Abordnung Schweifelder ist selbstverständlich immer willkommen. Und schon mancher Gast aus dem hiesigen Hotel hat zu unserem Maibaum gefunden. Aber es gibt auch späte Gäste anderer Art – meist mit Motorsägen – denen wir mit nimmermüden Wachen bis zum Morgengrauen begegnen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir als Dorfverein auf die Gestaltung unseres Dorfplatzes. Er liegt inmitten unseres Dorfes. Vor allem in den wärmeren Jahreszeiten ist er ein beliebter Treffpunkt für Eltern mit Kindern und Jugendlichen. Ein reichhaltiges Angebot an Spielgeräten mit Sandplätzen, ein großer Fußballplatz, Streetballkorb und ein Pavillon machen den Dorfplatz zu einer Attraktion auch für Bewohner aus Nachbardörfern.

Bei den Mitgliedern des Dorfvereins liegen noch eine ganze Menge Ideen als Beitrag zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft auf Vorrat. Sie wollen alle sorgfältig geprüft sein, damit sie dann mit den eigenen Kräften realisiert werden können.